Der Jude mit dem Hakenkreuz - Buchvorstellung mit Lorenz Beckhardt
- am: Donnerstag, 28. Mai 2015 - 18:00 Uhrbis: Donnerstag, 28. Mai 2015 - 18:00 Uhr
- VernetzungstreffenLe Sabot - Bonn
Donnerstag, 28. Mai, 20:00 Uhr, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
Der Jude mit dem Hakenkreuz - Buchvorstellung mit Lorenz Beckhardt
Der Bonner Journalist und WDR-Redakteur Lorenz Beckhardt, in einem katholischen Internat in Bonn-Endenich erzogen, erfährt erst als Achtzehnjähriger, dass er Jude ist. Nach jahrelangen Recherchen erhellt sich ihm die dramatische Geschichte seiner Familie. Der Großvater Fritz, gelernter Textilkaufmann, war aus dem Ersten Weltkrieg als der höchst dekorierte Jude auf deutscher Seite zurückgekehrt. Nach 1933 wurde er wegen Rassenschande inhaftiert, kam aber mit Hilfe seines ehemaligen Geschwaderkameraden Hermann Göring aus Buchenwald frei und konnte mit seiner Frau emigrieren. Seinen Kindern gelang die Flucht nach England. Andere Verwandte wurden deportiert und ermordet. Nach dem Krieg pochte Fritz Beckhardt auf die Einlösung des Versprechens, das er dem Schwiegervater beim Abschied gegeben hatte: Papa, Hitler wird den Krieg verlieren. wir kommen zurück; auch nach diesen "tausend Jahren" wird es noch Juden am Rhein geben. Selbst die Nazis hatten seine Kämpfernatur nicht gebrochen. Das vermochte erst die Wiedergutmachungsbürokratie der frühen Bundesrepublik.
Bewegend schildert Lorenz Beckhardt die Schicksale seiner Verwandten; die Folgen von Schweigen, Verdrängen, den schweren Neubeginn in der alten Heimat, die alltäglichen Demütigungen durch Nachbarn und den zermürbenden Streit um die Rückerstattung des Eigentums. Der rote Faden ist die Geschichte des Autors selbst: Vom linken Bonner Gymnasiasten und Studenten, der nach Israel reist und mit den Verwandten einen Streit über den Nahost-Konflikt vom Zaun bricht bis zur allmählichen Hinwendung zum Judentum.
Veranstaltet vom AK für studentische Kultur & Politik an der Uni Bonn und vom Verein zur Förderung politischer Bildung & Kultur e.V., Eintritt frei.
Einen Dokumentarfilm über diese Geschichte gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=4w5LljZU8xM
Der Jude mit dem Hakenkreuz - Buchvorstellung mit Lorenz Beckhardt
Der Bonner Journalist und WDR-Redakteur Lorenz Beckhardt, in einem katholischen Internat in Bonn-Endenich erzogen, erfährt erst als Achtzehnjähriger, dass er Jude ist. Nach jahrelangen Recherchen erhellt sich ihm die dramatische Geschichte seiner Familie. Der Großvater Fritz, gelernter Textilkaufmann, war aus dem Ersten Weltkrieg als der höchst dekorierte Jude auf deutscher Seite zurückgekehrt. Nach 1933 wurde er wegen Rassenschande inhaftiert, kam aber mit Hilfe seines ehemaligen Geschwaderkameraden Hermann Göring aus Buchenwald frei und konnte mit seiner Frau emigrieren. Seinen Kindern gelang die Flucht nach England. Andere Verwandte wurden deportiert und ermordet. Nach dem Krieg pochte Fritz Beckhardt auf die Einlösung des Versprechens, das er dem Schwiegervater beim Abschied gegeben hatte: Papa, Hitler wird den Krieg verlieren. wir kommen zurück; auch nach diesen "tausend Jahren" wird es noch Juden am Rhein geben. Selbst die Nazis hatten seine Kämpfernatur nicht gebrochen. Das vermochte erst die Wiedergutmachungsbürokratie der frühen Bundesrepublik.
Bewegend schildert Lorenz Beckhardt die Schicksale seiner Verwandten; die Folgen von Schweigen, Verdrängen, den schweren Neubeginn in der alten Heimat, die alltäglichen Demütigungen durch Nachbarn und den zermürbenden Streit um die Rückerstattung des Eigentums. Der rote Faden ist die Geschichte des Autors selbst: Vom linken Bonner Gymnasiasten und Studenten, der nach Israel reist und mit den Verwandten einen Streit über den Nahost-Konflikt vom Zaun bricht bis zur allmählichen Hinwendung zum Judentum.
Veranstaltet vom AK für studentische Kultur & Politik an der Uni Bonn und vom Verein zur Förderung politischer Bildung & Kultur e.V., Eintritt frei.
Einen Dokumentarfilm über diese Geschichte gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=4w5LljZU8xM