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"Die Szene ist nicht mehr das, was sie einmal war"

Ein Einführungsvortrag über die Jugendkulturen Israels
von und mit Gabriel S Moses (Berlin)

Der Begriff “Jugendkultur” lässt uns für gewöhnlich zunächst an wütende Punks, Hardcore und Skatekultur, traurige Emo-Kids, Rapper in Baggy-Pants und andere bekannte Codes und Trends der "westlichen Kultur" denken. Wie jedes andere Land auch, das Teil am westlichten Welthandel hat, wird auch Israel stark von der westlichen Kultur beeinflusst und so erscheinen auch die Jugendkulturen als westliche.

Wenn wir unseren Blick jedoch hinter diese offensichtlichen Merkmale wenden, finden wir ein deutlich breiteres Feld von kulturellen Bewegungen und sich gegenseitig in Bezug nehmende Identitäten innerhalb der vielfältigen Gesellschaft Israels.

Die starke zionistische Gesinnung, die Militärpflicht für die israelische Jugend im Alter von 18 bis 21 Jahren und die unterschiedlichen Einstellungen zur militärischen Präsenz in den umstrittenen palästinensischen Gebieten, sind nur ein paar der Faktoren, die die Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenenen in Israel prägen. Zusammen mit den Widersprüchen, die durch den Versuch entstehen, vielfältige eingewanderte Gruppen von Juden und Nichtjuden aus aller Welt in so einem kleinen und streng abgesteckten Land in ein Framework gemeinsamer Werte, kultureller Identität und Ideologie zu integrieren, ist es umso bemerkenswerter, dass Israel wie vielleicht kein anderes Land ein kultureller Schmelztiegel ist, was zuerst und vor allem durch die Jugend so empfunden wird.

Der Vortrag skizziert die verschiedenen Jugendkulturen und Jugendgruppen, die in Israel und in den besetzten Gebieten am bedeutendsten sind und stellt sie in den Kontext von Israels Kultur, Demographie und Geschichte.


Ort:
Universität zu Köln - Hörsaalgebäude Hörsaal E