SEMINAR: Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft
- am: Freitag, 23. September 2016 - 8:00 Uhrbis: Freitag, 23. September 2016 - 8:00 Uhr
- siehe text
Freitag, 23.09.2016, 10.00 – 16.30 Uhr
SEMINAR: Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft als Herausforderung der politischen Bildungsarbeit. Pädagogische und didaktische Perspektiven für MultiplikatorInnen
Geschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen, Ebertplatz 23
Antisemitismus wird in der öffentlichen Debatte zunehmend MuslimInnen zugeschrieben, nicht zuletzt aufgrund mehrerer islamistischer Anschläge auf Jüdinnen und Juden oder jüdische Einrichtungen in ganz Europa. Dabei bleibt häufig außer Acht, dass auch unter Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft antisemitische Ressentiments weit verbreitet sind. Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn der genuin europäische Antisemitismus als längst überwunden imaginiert und Judenhass zum Unterscheidungsmerkmal zwischen einem konstruierten deutsch/europäischen „Wir“ und den zugewanderten „Anderen“ wird, um den Zuzug von Hunderttausenden – oft muslimischen – Geflüchteten zu kritisieren.
Vor diesem Hintergrund soll in der Fortbildung zum einen der Frage nach einem Antisemitismus unter MuslimInnen nachgegangen werden: Was bewegt Teile der muslimischen Bevölkerung dazu, sich antisemitisch zu äußern und sogar antisemitische Straftaten zu begehen? Sind antisemitische Einstellungen unter MuslimInnen weiter verbreitet als in anderen Gruppen? Wie hängen islamistische und antisemitische Ideologien zusammen?
Das Thema Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft stellt zum anderen die politische Bildungsarbeit vor große Herausforderungen. Dabei gibt es unterschiedlichste Problembereiche: Wie thematisiere ich Antisemitismus im Allgemeinen und insbesondere mit SchülerInnen mit (zugeschriebenen) muslimischem Hintergrund? Wie soll ich mit provokantem SchülerInnenverhalten im Unterricht, etwa in Bezug auf die Shoa, umgehen? Wie kann der Nahost-Konflikt im Unterricht angemessen thematisiert werden? Wie vermeide ich stigmatisierende Zuschreibungen und würdige das Problem Antisemitismus in seiner ganzen Komplexität?
Diese Schwierigkeiten aufgreifend versucht das Seminar praktische und inhaltliche Herausforderungen rund um das Thema Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft zu reflektieren, ohne dabei rassistische Zuschreibungen zu reaktivieren. Es richtet sich vor allem an Personen, die in der schulischen und außerschulischen politischen Bildungsarbeit tätig sind, aber auch an andere Interessierte, die über das Problem des Antisemitismus genauer nachdenken wollen und Anregungen für die Praxis suchen.
Kostenbeitrag: 10 Euro / 6 Euro (ermäßigt)
Anmeldung an: katja.bauch@koelnische-gesellschaft.de
Das Seminar wird von PädagogInnen der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA, Berlin) geleitet und findet im Rahmen des Projektes „Rote Karte für Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus“ der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. in Kooperation mit IDA-NRW statt.
SEMINAR: Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft als Herausforderung der politischen Bildungsarbeit. Pädagogische und didaktische Perspektiven für MultiplikatorInnen
Geschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen, Ebertplatz 23
Antisemitismus wird in der öffentlichen Debatte zunehmend MuslimInnen zugeschrieben, nicht zuletzt aufgrund mehrerer islamistischer Anschläge auf Jüdinnen und Juden oder jüdische Einrichtungen in ganz Europa. Dabei bleibt häufig außer Acht, dass auch unter Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft antisemitische Ressentiments weit verbreitet sind. Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn der genuin europäische Antisemitismus als längst überwunden imaginiert und Judenhass zum Unterscheidungsmerkmal zwischen einem konstruierten deutsch/europäischen „Wir“ und den zugewanderten „Anderen“ wird, um den Zuzug von Hunderttausenden – oft muslimischen – Geflüchteten zu kritisieren.
Vor diesem Hintergrund soll in der Fortbildung zum einen der Frage nach einem Antisemitismus unter MuslimInnen nachgegangen werden: Was bewegt Teile der muslimischen Bevölkerung dazu, sich antisemitisch zu äußern und sogar antisemitische Straftaten zu begehen? Sind antisemitische Einstellungen unter MuslimInnen weiter verbreitet als in anderen Gruppen? Wie hängen islamistische und antisemitische Ideologien zusammen?
Das Thema Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft stellt zum anderen die politische Bildungsarbeit vor große Herausforderungen. Dabei gibt es unterschiedlichste Problembereiche: Wie thematisiere ich Antisemitismus im Allgemeinen und insbesondere mit SchülerInnen mit (zugeschriebenen) muslimischem Hintergrund? Wie soll ich mit provokantem SchülerInnenverhalten im Unterricht, etwa in Bezug auf die Shoa, umgehen? Wie kann der Nahost-Konflikt im Unterricht angemessen thematisiert werden? Wie vermeide ich stigmatisierende Zuschreibungen und würdige das Problem Antisemitismus in seiner ganzen Komplexität?
Diese Schwierigkeiten aufgreifend versucht das Seminar praktische und inhaltliche Herausforderungen rund um das Thema Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft zu reflektieren, ohne dabei rassistische Zuschreibungen zu reaktivieren. Es richtet sich vor allem an Personen, die in der schulischen und außerschulischen politischen Bildungsarbeit tätig sind, aber auch an andere Interessierte, die über das Problem des Antisemitismus genauer nachdenken wollen und Anregungen für die Praxis suchen.
Kostenbeitrag: 10 Euro / 6 Euro (ermäßigt)
Anmeldung an: katja.bauch@koelnische-gesellschaft.de
Das Seminar wird von PädagogInnen der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA, Berlin) geleitet und findet im Rahmen des Projektes „Rote Karte für Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus“ der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. in Kooperation mit IDA-NRW statt.